<
 zur Startseite 
 
Anzeige
 Fehlerteufel
 © 2010 by
speicherguide.de GbR
Seite empfehlenSeite empfehlen
Diese Seite bookmarken bei ...
  Diese Seite Ihren XING-Kontakten zeigen   Seite bei Google bookmarken    Seite bei Mister Wong bookmarken    Seite bei Linkarena bookmarken    Seite bei Yigg bookmarken    Seite bei Webnews bookmarken    Seite bei Folkd bookmarken 
[30.10.2009] (rhh)
Article Rating

Verwaltung kann von Cloud profitieren

Dem Vorteil der Server- und Storage-Konsolidierung durch den Einsatz von Virtualisierung steht der erhöhte Aufwand für das Management dieser Kombinationen gegenüber. Wer die richtigen Tools einsetzt oder gar im Cloud-Computing die Trennung zwischen diesen Welten aufgehoben sieht, kann den Aufwand in den Griff bekommen.

Eine Konsole gibt den Überblick bei System Center. Bild: Microsoft
Eine Konsole gibt den Überblick bei System Center. Bild: Microsoft
Der Einsatz von Virtualisierungs-Lösungen im Server-Bereich führt üblicherweise zu einer Konsolidierung, sprich Reduzierung der physischen Systeme. Doch die Komplexität für die Verwaltung verringert sich zunächst nicht – eher das Gegenteil ist der Fall. Denn es gilt nun die virtuellen Maschinen (VMs) und die physischen Server zu managen.

Dazu kommen in der Regel noch die Aufgaben, die sich durch den Einsatz eines gemeinsamen Speichers ergeben. Denn sinnvollerweise sollte bei derartigen Infrastrukturen auch die Speicherkonsolidierung erfolgen. Das bedeutet die Abkehr vom Konzept des immer noch verbreiteten Direct-Attached-Storage (DAS). Daher stellt sich die Frage, wie Administratoren mit dieser kombinierten Herausforderung zurechtkommen.

Für Martin Geier, den Geschäftsführer Deutschland bei BMC Software, steht dabei fest: »Wenn man sich an ITIL orientiert, müssen derartige Abhängigkeiten aus dem Configuration Management System (CMS) erkennbar sein. Da alle Anwendungen diesem ihre Informationen entnehmen sollen, ist durch Ankopplung an eine Configuration Management Database – CMDB – sichergestellt, dass dem Administrator ein aktueller Zustand geliefert wird.«

Eine Besonderheit der BMC-Lösung sei, dass Bewegungen von einem virtuellen Host zum anderen (wie etwa durch »Vmotion«) zeitnah zu einer Aktualisierung führen. Daher ist sich Geier sicher: »Wer noch kein CMS eingeführt hat, kann über die im Virtual-Performance-Management vorhandenen Servicebäume ebenso einen aktuellen Zustand über die Beziehung physischer zu virtueller Systeme erhalten.«

Strategische Partnerschaften im Speicherbereich

Für die Verwaltung von Speichereinheiten empfiehlt der BMC-Manager strategische Partnerschaften. Dazu habe man mit Netapp für das »Storage Provisioning« in Cloud-Infrastrukturen eine Vereinbarung. Aus Sicht des Performance-Managements stehen über Standards wie »SNMP« sowie SMI-S-Schnittstellen zur Integration von Storage-Systemen, Switches, Bandbibliotheken und Hostbus-Adaptern zur Verfügung. Dies ermögliche nicht nur Aussagen über Verfügbarkeit und Kapazität, sondern auch über Stromverbrauch und Wärmeentwicklung.

Für Lutz Rackow, Product Marketing Manager bei EMC, stellt »Ionix für Service Discovery & Mapping« eine Lösung dar, die auf Basis von Modellen einzelne Komponenten und ihre Beziehungen in virtuellen und physikalischen Umgebungen automatisch erkennt. Diese Lösung kommt ohne Agenten aus, indem sie die Datenströme in der Infrastruktur überwacht. Daraus kann sie ableiten, welche Anwendungen in welchen VMs laufen, welchen ESX-Servern diese zugeordnet sind und welche physikalischen Ressourcen sie belegen. Außerdem erkennt sie auch Abhängigkeiten zwischen den Anwendungen. Mit Hilfe des »Ionix Discovery Manager« lassen sich diese Abhängigkeiten bis zum Layer 2/3 herunter brechen.

In dieser Kombination fungiert der »Ionix Service Assurance Manager« als übergeordnete Verwaltungseinheit, die entsprechende Überlappungen auflöst und die Topologie auf einer Konsole darstellt. Dabei lassen sich alle Abhängigkeiten auch in hoch dynamischen Umgebungen wie beispielsweise »Vmotion« automatisch verfolgen und darstellen. Für das Verwalten von Speichergeräten empfiehlt Rackow zum Beispiel das »Ionix Controlcenter«: »Es kann sowohl physikalische wie auch virtuelle Speichereinheiten verwalten. Die Management-Suite ist Teil der Ionix-Familie und mit anderen Vmware-tauglichen Ionix-Modulen kombiniert und integriert.«

Aus einer GUI lassen sich alle Plattformen verwalten

Ebenfalls auf eigene Tools verweist Rui Manuel Tavares, Business Developer und Specialist Server & Virtualization Solutions bei Fujitsu Technology Solutions: »Mit dem Serverview Resource Coordinator VE – RCVE – lassen sich die VMs der Virtualisierungs-Plattformen von Vmware, Microsoft und Citrix aus einer gemeinsamen GUI heraus starten, stoppen und rebooten. In der Benutzeroberfläche von RCVE sind alle Abhängigkeiten sichtbar. Es wird angezeigt, welches Gastbetriebssystem auf welcher Hypervisor-Plattform und auf welchem physikalischen Server läuft.«

Die Abhängigkeiten einzelner Objekte sind sofort ersichtlich. Bild: Microsoft
Die Abhängigkeiten einzelner Objekte sind sofort ersichtlich. Bild: Microsoft
Eine Integration der Verwaltungs-Tools von Speicherherstellern in eine einheitliche Umgebung sei mit dem RCVE auf direkter Basis zunächst nicht möglich. Denn die hiermit sichtbaren Speicherressourcen werden immer als »real« angezeigt, auch wenn sie in manchen Fällen nur virtuell bereitgestellt werden, sprich in Form von Thin-Provisioning. »Die Verwaltungshoheit der Speicher-Kapazitäten liegt hier eindeutig bei den Tools der Storage-Hersteller«, gesteht Tavares ein. Eine Planung zum direkten Aufruf dieser Tools über den RCVE sei derzeit nicht geplant.

Anders lautet die Botschaft aus dem Hause HP. Product Manager für die Industry Standard Server Björn Paulewicz sieht in der Integration der Software »Insight Virtual Machine Manager« in den Systems Insight Manager eine Lösung, die virtuelle und physische Systeme in einer übersichtlichen Konsole vereint: »Der Insight Manager bietet nicht nur die Management-Unterstützung für Server und virtuelle Systeme, sondern er ist auch die zentrale Verwaltungsinstanz für die Storageworks-Speichersysteme und beherrscht auch im Rahmen von entsprechenden Industriestandards die Verwaltung von Speicherlösungen anderer Speicherhersteller.«

Agenten-Technologie spielt Vorteile aus

HP koppelt generell das Management der physischen und virtuellen Systeme mit dem Virtualisierungs-Smart-Plug-In (SPI) sowohl auf Agentenebene, im Datenmodell (der Universal CMDB, wo die Beziehungen zueinander dargestellt sind) als auch auf Konsolenebene. Gerhard Haberstroh, Solution Marketing Manager im Bereich HP Software & Solutions, erläutert: »Wichtig ist, dass derselbe Management-Agent sowohl die physischen als auch die virtuellen Systeme verwaltet. Das Virtualisierungs-SPI wird für das Monitoring eingesetzt. Um der Dynamik Herr zu werden, besteht zum Beispiel eine Verbindung zu Vmotion und unserem Management-Agenten, damit bei Änderungen das Datenmodell für das Monitoring proaktiv – initiiert durch den Agenten – aktualisiert werden kann.«

Dazu führt Jochen Schneider, Certified IT-Specialist bei der IBM Software Group, weitere agentenbasierte Möglichkeiten an: »Intelligente Tivoli-Agenten erkennen die Zuordnung zwischen virtuellem Image und physikalischem Host, die manuelle Zuordnung zu vordefinierten VM-Templates und das Nutzen der individuellen Verwaltungs-Tools der Virtualisierungs-Software, wie etwa den Vcenter Server.«

Die Integration der Verwaltungs-Tools der Speicherhersteller in eine einheitliche Verwaltungs-Umgebung sieht Schneider beim »Totalstorage Productivity Center« (TPC) gut untergebracht: »Dabei handelt es sich um die zentrale Verwaltungsplattform für die Storage-Infrastruktur im heterogenen Umfeld. Seine täglichen Arbeiten erledigt der Administrator mit den TPC-Mitteln im Rahmen einer zentralen GUI. Sehr gerätespezifische Konfigurationen lassen sich über die Elementmanager der jeweiligen Hersteller einbinden. In der Regel erkennt TPC bei der Discovery den Link dazu automatisch; er kann aber auch manuell nachgepflegt werden. Über die GUI des TPC lassen sich diese Tools kontextsensitiv für die spezifische Geräte aufrufen.«

Cloud hebt Trennung zwischen virtuell und physisch auf

Die Aufteilung der Sichtweise nach virtuellen und physischen Systemen stellt Michael Ziegler prinzipiell in Frage. Der Teamleiter Virtualisierung und Security bei Materna erklärt: »Die jeweiligen Verwaltungs-Tools der Virtualisierungs-Hersteller bieten eine Ansicht, die zeigt, wo welche physischen und virtuellen Maschinen laufen. Doch ist ein solches Vorgehen denn überhaupt noch relevant ist – gerade vor dem Hintergrund von Cloud-Computing?«

Hierbei werde der Dienst aus der Cloud beziehungsweise dem Netz bezogen. »Auf welchem Server der Dienst liegt, ist letztlich nicht relevant, solange der Dienst zu den gewünschten SLAs bereit steht. Dies gilt für interne Clouds genauso wie für externe. In einem solchen Szenario sorgt ein dynamischer Lastausgleich für die notwendige Verfügbarkeit.« Es sei zu erwarten, dass der Trend in die Richtung geht, nur noch Ressourcen und Komponenten zur Verfügung zu stellen und von der virtuellen Maschine zu abstrahieren.

Beim Thema Speicher sei es heute oftmals noch so, dass die Unternehmen eigene Lösungen entwickeln und über angebotene Schnittstellen anbinden. Andreas Kohne, Consultant im Bereich Virtualisierung bei Materna, verweist darauf, dass der Trend jedoch eindeutig in Richtung Webservices geht: »Die meisten Hersteller stellen derzeit auf diese Technik um und legen ihre Interfaces für andere offen. Dann lassen sich diese Tools über dedizierte Schnittstellen miteinander verknüpfen. Damit gibt es nur noch eine Verwaltungsinstanz, die über klar definierte Schnittstellen angesprochen wird. Gibt es in der Verwaltungsstruktur eine einheitliche Webservice-Basis, ist es nicht mehr relevant, ob virtuelles oder reales Storage mit physikalischen oder virtuellen Maschinen arbeitet.«

Für die Koppelung der Verwaltung physischer Systeme und virtueller Plattformen empfiehlt Anna Fetzer, bei Microsoft als Product Manager für die »System Center«-Reihe zuständig, eine enge Integration zwischen der physischen und virtuellen Welt: »System Center ist für die einheitliche Verwaltung von physischen und virtuellen Systemen nach den gleichen Prozessen konzipiert. Dabei lässt sich zum Beispiel mit dem Operations-Manager sowohl der physische Host, die virtuelle Maschine und die Anwendung, die in der virtuellen Maschine läuft, nach den gleichen Prozessen und in der gleichen Tiefe überwachen.« Ein weiteres Beispiel sei die Integration zwischen »System Center Configuration Manager« und Application-Virtualization.

Über die Konsole des »Virtual Machine Manager« bekomme der Administrator den nötigen Überblick. Dabei kann er sehen, welche Systeme auf welchem Host laufen und in welchem Status sie sich befinden. Funktionen zur übersichtlichen Kategorisierung, Sortierung, Filterung oder Suche erleichtern das Auffinden der gewünschten Infos.

Skripts stellen das Bindeglied dar

Bei Vizioncore sieht man in der Koppelung der Verwaltung physischer Systeme und virtueller Plattformen einen komplizierten Prozess. Doch Produkte wie »Vcontrol« machen es dem Administrator einfacher: Durch frei definierbare Skripts oder vorgegebene Bibliotheken werden Systemmanagement-Tools von anderen Anbietern wie HP oder IBM einfach integriert. Eine Kombination aus »Vcontrol« und »Vfoglight« sei die optimale Lösung, um den Anforderungen der virtuellen wie auch physikalischen Welten gerecht zu werden.

Die Integration der Verwaltungs-Tools der Speicherhersteller in eine einheitliche Verwaltungs-Umgebung lässt sich für Erwin Breneis, System Engineer Vmware, über Plugins, wie etwa von EMC oder Netapp, in den »Vcenter Server« erreichen. »Zudem besteht die Option, über die API von Vcenter die Vcenter-Server-Informationen über die Storage-Management-Software abzurufen.«


Rating
Kommentare
Only registered users may post comments.
 ...nach oben