Kosteneffizienz, Flexibilität, Hardwareunabhängigkeit des hochverfügbaren Speichersubsystems sind die wichtigen Aspekte, auf die Anwender achten sollen, wenn sie mit der Virtualisierung im Serverbereich beginnen. Diese Empfehlung gibt Siegfried Betke, Director Central Europe bei DataCore Software. Wünschenswerter Nebeneffekt: Es macht unabhängig von Hardware- und Herstellerfesseln und so spart der Anwender langfristig gesehen Geld.
Siegfried Betke, Director Central Europe bei Datacore Software
Virtuelle Umgebungen wachsen schnell, deshalb müssen Speichererweiterungen einfach und bezahlbar sein. Die Speichervirtualisierung gilt generell als ein erschwingliches SAN-Konzept, weil sie nicht nur Standard-Hardware mit Softwareintelligenz kombiniert, sondern auch die optimale Ergänzung zur Desktop- und Servervirtualisierung ist. Als prinzipiellen Vorteil führt Siegfried Betke, Director Central Europe bei DataCore Software, an: »Unsere Storage-Software ist mit allen gängigen Servervirtualisierungen zertifiziert und für den reibungslosen Einsatz mit den Hypervisoren von Citrix, Microsoft, Oracle, Parallels, Sun, Virtual Iron, VMware und weiterer Anbieter geprüft.«
Dabei macht die Software aus herkömmlicher Hardware hochverfügbaren Storage für physische und virtuelle Maschinen. Notwendig sind dazu zwei beliebige PC-basierte Server, die mindestens über eine 1,4 GHz-CPU, 2 GByte RAM und zwei FC- oder ISCSI-Ports verfügen sollten. Die 64-Bit-Versionen »SANmelody 3.0« und »SANsymphony 7.0« benötigen dazu »Windows Server 2008« (Standard und Enterprise Edition, in der 32- oder 64-Bit-Version). Diese Storage-Server eignen sich für alle virtuellen Umgebungen mit oben genannten Hypervisoren. Die Speichervirtualisierungssoftware skaliert nach dem n+1-Prinzip. In den Hochverfügbarkeitsverbund können daher beliebig viele Server eingebunden werden. Die einzelnen SAN-Server arbeiten dabei im Active-Active-Modus, so dass jeder zur Verfügung stehende Server zur Performance des virtuellen SAN beiträgt.
Dedizierte Verkabelung empfohlen
»Hochverfügbarkeit benötigt auch Pfad-Redundanz. Es genügt nicht wenn die Daten nur gespiegelt vorliegen, sie müssen auch alternativ erreichbar sein«, stellt Betke klar. Im kleinsten Szenario seien dabei zwei Storage-Server mit zwei Switches verbunden. Zusätzlich ist für die direkte Verbindung der Server ein weiterer Port nötig: »Wir empfehlen immer eine dedizierte Verkabelung für das Speichernetz, und unterstützen selbst neben ISCSI auch Fibre Channel und gemischte Architekturen, in denen hierarchische Speicherkonzepte umgesetzt werden können«, gibt Betke zu Protokoll. »Mit einer SAN-Virtualisierungssoftware wie der unseren lassen sich Hochverfügbarkeitsgrade von über 99 Prozent erzielen. Da bei uns ein Hochverfügbarkeitsszenario mit der Enterprise-Lösung SANsymphony oder mit SANmelody für kleine und mittlere Unternehmen immer mit redundant ausgelegter Hardware umgesetzt wird«, so Betke weiter, »hängt es von der räumlichen Trennung der Daten, der Stromzufuhr und der Gesamtkonzeption ab, in welchem Maß die 99 Prozent-Marke überschritten wird. Dabei erlaubt es unsere Softwarelösung, die Höhe der Hochverfügbarkeit entsprechend dem Budget frei auszuwählen. «
Zeit für das Failover nach ungeplanten Ausfall
Wichtig in jedem Hochverfügbarkeits-Szenario ist die Zeit für das Failover nach dem ungeplanten Ausfall eines physischen Hosts. Um einen durchgängigen Betrieb zu gewährleisten, unterstützen SANsymphony und SANmelody das automatische Failover und die automatische Wiederherstellung (Failback). »Dabei sind wir nach meinem Wissen der einzige Anbieter für Speichervirtualisierung, der dies nicht nur über Fibre Channel, sondern auch über ISCSI und in gemischten SAN-Infrastrukturen bewerkstelligt«, brüstet sich Betke. »Und wir können die Daten aktiv in zwei getrennten Brandabschnitten gleichzeitig zur Verfügung stellen.« Das Failover erfolge dabei, den Betrieb eines SAN-Servers vorausgesetzt, in Bruchteilen von Sekunden. Nach dem Wiederanlaufen der Hardware werden die Daten ohne manuellen Eingriff im Hintergrund automatisch synchronisiert. Die Dauer hängt dann natürlich von der zu synchronisierenden Datenmenge ab.
Wichtig in diesem Kontext, so Betke, sei eine synchrone Spiegelung. »Sie ist standardmäßig in all unseren Produkten enthalten und die Basistechnologie für unser High Availability-Konzept. Dabei skalieren die SAN-Lösungen nach dem n+1-Prinzip, und jeder zusätzliche Knoten die verbleibende Performance bei einem Hardwareausfall. « Erweiterungen für die asynchrone Spiegelung gelten als eine Zusatzoption für Disaster Recovery-Pläne mit ausgelagertem Rechenzentrum und nicht unmittelbar als Bestandteil der Hochverfügbarkeit. Andere Zusatzoptionen wie etwa der Transporter dienen laut Betke dem unterbrechungsfreien Migrieren von Daten zwischen physischen und virtuellen Maschinen: »Mit der Funktionalität Advanced Site Recovery kann man zur Wiederherstellung mehrere Rechenzentren parallel nutzen, und zwar unabhängig davon, welcher Hypervisor dort eingesetzt wird.«