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[27.08.2009] (rhh)
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Speicherfunktionen profitieren von Virtualisierung

Mirroring, Hochverfügbarkeit, Thin-Provisioning und Continuous-Data-Replication – bei all diesen Speicherfunktionen erweitert die Storage-Virtualisierung das Potenzial. Mit ihr zieht eine weitere Abstraktionsebene in die Speicherarchitektur ein. Damit lassen sich auch heterogene Storage-Konzepte einfach verwalten.

Virtualisierung bringt für Speicher-Arrays mehr Funktionalität. Bild: FTS
Virtualisierung bringt für Speicher-Arrays mehr Funktionalität. Bild: FTS
Funktionalitäten eines Speichersubsystems profitieren von der Storage-Virtualisierung in vielen Punkten. Sie macht es beim Thema Hochverfügbarkeit überflüssig, proprietäre Treiber für mögliche Failover-Szenarien zu installieren. »Durch die Kombination von synchroner und asynchroner Replikationen kann Business-Continuity wirklich umgesetzt werden«, erklärt Christian Marczinke von Datacore Software. Der Director Consultancy Services fügt hinzu: »Wir realisieren dies mit der Option Advanced-Site-Recovery, die eine automatisierte Datenwiederherstellung über mehrere Standorte hinweg plattformunabhängig ermöglicht.«

Als Distributor von Datacore liefert Ralf Schuster von Magirus International auch passende Werte: »Wir erzielen generell mit unserer SAN-Virtualisierungssoftware eine Verfügbarkeit von über 99 Prozent im SAN, da bei uns Hochverfügbarkeit mit der Enterprise-Lösung ´SANsymphony´ oder mit ´SANmelody´ für kleine und mittlere Unternehmen immer mit redundant ausgelegter Hardware umgesetzt wird.« In welchem Maß die Marke von 99 Prozent überschritten wird, sei laut Schuster von der Gesamtkonzeption abhängig: »Dazu zählt zum Beispiel die räumlichen Trennung der Daten oder auch die Stromzufuhr. Dabei erlaubt es diese Lösung, die Höhe der Hochverfügbarkeit entsprechend des verfügbaren Budgets auszuwählen.«

Speichervirtualisierung bringt mehr Funktionen

Für Detlef Lieb von Fujitsu Technology Solutions erleichtert die Speichervirtualisierung die Verlagerung von Daten und bietet eine schnelle Reaktion auf geänderte Leistungsanforderungen. Ralf Colbus, Speicherspezialist bei IBM Systems & Technology Platform, sieht im transparenten Umschalten auf einen zweiten Standort ohne Unterbrechung der Applikationen und ohne administrativen Eingriff einen großen Vorteil. »Aber auch einfache Datenspiegelung – sowohl synchron als auch asynchron oder gar als Multiside-Copy – sind Funktionen, die viele Speichersysteme bisher nicht haben. Mit dem Einsatz von Virtualisierung könne dies erreicht werden.

Andere Hersteller dagegen sehen das Thema Hochverfügbarkeit in der Speicherarchitektur begründet: »Unsere ´Inspire Clustered Storage Controller´ weisen Daten-I/O über jedem Controller im System dynamisch zu und legen die Ein-Ausgabe von ausgefallenen Komponenten und Datenpfaden um«, erklärt Rob Commins, Director Markting bei 3PAR. »Mit den Funktionen ´Virtual Copy´ und ´Remote Copy´ stellen wir Business-Continuity bei reduziertem Investitions- und Betriebsaufwand sicher. Denn dabei wird nur das Minimum an Daten kopiert und migriert – das reduziert Netzwerk- und Bandbreitenkosten.«

Das schnelle Verschieben oder Wiederherstellen von Storage-Volumes sieht Steven Dahlin, Sales Director bei Compellent, als Positivum. »Mit Thin-Replication können Snapshots oder Replays zwischen verschiedenen Standorten bewegt werden. Zudem bietet eine hohe Anzahl platzsparender Snapshots eine verbesserte beziehungsweise erhöhte Anzahl an Wiederherstellungspunkten.«

Thin-Provisioning reduziert Überkapazitäten

Die Storage-Virtualisierung treibt das Thema Thin-Provisioning auf breiter Front voran. Denn diese Funktionalität wird für alle im SAN angeschlossenen Applikationsserver nutzbar – und das ohne Abhängigkeit von den einzelnen Array-Herstellern. »Hat man zusätzlich die Funktionalität der Re-Allokation innerhalb eines Speicher-Pools, erzielt Thin-Provisioning den maximalen Nutzen«, führt Christian Marczinke aus. Die Anzahl nicht genutzter Spindeln – also die Überkapazität – gehe stark zurück. Dies hat eine direkte Senkung der Energiekosten zur Folge. »Zusätzliche Einsparungen ergeben sich, weil Speicher nicht auf Reserve gekauft werden muss, sondern erst dann, wenn der Bedarf tatsächlich besteht«, verspricht Marczinke.

Im Bereich Thin-Provisioning sieht sich 3PAR als Pionier. »Bei unserem Konzept müssen Anwender nur die Kapazität kaufen, die sie wirklich benötigen, und zwar zu dem Zeitpunkt, an dem sie sie brauchen«, verspricht Commins. Es gebe keine frühzeitige Kapazitätszuordnung und keine dedizierten Ressourcen für eine einzige Applikation.

Replikation und Spiegelung werden vereinheitlicht

Auch beim Thema Replikation spielt eine Virtualisierungslösung eine wichtige Rolle. Guy Berlo, der Vizepräsident für Zentraleuropa bei Falconstor, nennt die Vorteile beim Namen: »Bandbreiten schonende Replikation und Integration zum Beispiel in VMwares ´Site Recovery Manager´ sichern Kunden auch im Falle des schlimmsten Desasters den Zugriff auf die Daten. Mirroring und Replikation werden mit einer einheitlichen Funktion für alle Applikationstypen und Betriebssysteme, inklusive der serverkonsolidierten virtuellen Systeme, wie etwa ´ESX´ oder ´Hyper-V´, durchgeführt.«

Das automatische Erkennen von virtuellen Maschinen und ESX-Servern gehört bei den CX4-Storage-Arrays zum Standard. Bild: Dell/EMC
Das automatische Erkennen von virtuellen Maschinen und ESX-Servern gehört bei den CX4-Storage-Arrays zum Standard. Bild: Dell/EMC
Für Rob Commins sind das Mirroring und die Replikation heterogener Systeme wichtige Bestandteile einer Desaster-Recovery-Strategie. »Nichtsdestotrotz ermöglicht es die einheitliche Architektur der ´Inserv Arrays´ den Anwendern, von den wirtschaftlichen Vorteilen einer Tiered-Storage-Strategie zu profitieren – ohne die Kosten und Komplexität heterogener Tools und Prozesse.« Es sei möglich, eine Fibre-Channel-Umgebung in einer SATA-Umgebung oder mehrere kleine Arrays in einem einzelnen großen Array zu spiegeln. Das lasse sich nur durch eine einheitliche Software-Architektur bewerkstelligen.

CDP stellt Daten sekundengenau wieder her

Bei Continuous-Data-Replication (CDP) handelt es sich um eine vergleichsweise neue Speicherfunktion, die ihrerseits von der Speichervirtualisierung profitieren kann. »Besitzt die Speichervirtualisierung selbst eine CDP-Funktionalität, können Daten sekundengenau aus der Vergangenheit wiederhergestellt werden«, erklärt Marczinke. »Dies geschieht bei unserer ´Traveller´-Software ohne den Einsatz von Agenten. Die Implementierung ist unabhängig vom Betriebssystem und auf Grund der Grid-Architektur einfach umzusetzen. Wiederherstellungen können Ein-Ausgabe- oder zeitbasierend erfolgen. Davon profitieren Datenbanken in hohem Maß.«


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