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[27.08.2009] (rhh)
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Tape-Virtualisierung beschleunigt Wiederherstellung

Tape-Virtualisierung allein reicht nicht aus. Die Geschwindigkeitsvorteile sind zwar enorm, bei Migrationen sowie der Langzeitspeicherung, beim Information-Lifecycle-Management aber auch in punkto Energieverbrauch bestechen ihre Vorteile. Doch die Ablage auf Magnetband gehört mit zum Spiel. Allein die rechtlichen Vorgaben stempeln die Bandtechnik nicht zum alten Eisen.

Die DPS-1000-Serie von Tandberg Data unterstützt Bänder direkt. Bild: Tandberg Data
Die DPS-1000-Serie von Tandberg Data unterstützt Bänder direkt.
Bild: Tandberg Data
Virtuelle Tape-Librarys (VTLs) gelten als die logische Konsequenz aus der Entwicklung der letzten Jahre. Unternehmen haben täglich immense Datenmengen zu sichern und hohe Zugriffsanforderungen an diese Backups machen den Einsatz von VTLs sinnvoll. »Allerdings können die gesicherten Daten nicht wirklich ausgelagert werden – ein klarer Nachteil. Deshalb entscheiden sich viele Unternehmen gegen eine VTL und bilden die genannten Anforderungen über eine reine Backup-to-Disk-to-Tape-Architektur ab. Hierbei werden die Daten erst auf herkömmlichen Disks gesichert, danach auf Band«, stellt Christian Marczinke fest. Der Director Consulting Services bei Datacore Software leitet daraus einen Vorteil ab: »Für die Wiederherstellung können Anwender auf schnelle Disks zurückgreifen und zusätzlich lässt sich das eigentliche Backup auf Band stark beschleunigen.«

Anforderungen an die Wiederherstellung steigen

»Die Tape-Virtualisierung wird sich besonders auf Bereiche konzentrieren, in denen hohe Vorgaben in Bezug auf RPO/RTO – also Recovery-Point-Objective beziehungsweise Recovery-Time-Objective – erfüllt werden müssen«, stellt Ralf Colbus fest. Für den Speicherspezialisten bei IBM System & Technology Platform fällt dabei der Deduplikation eine wichtige Rolle zu: »Sie kann Nachteile, die früher bezüglich der Gesamtkosten bestanden, deutlich verringern, wenn man die Datenstruktur qualifiziert.«

Neben Band-Virtualisierung schreibt er der Band-Technologie weiterhin eine bedeutende Rolle zu. »Die Kundenanforderungen werden individuell bleiben: Kosten, Performance und Sicherheit bestimmen je nach Fokus die Backup/Restore-Umgebung, genauso wie die vorhandene Datenstruktur – zum Beispiel der Anteil der Datenbanken, Files, beziehungsweise allgemeine Daten ohne besondere Anforderungen. Keine Backup-Infrastruktur wird alleine alle Anforderungen erfüllen können und es wird kaum reichen, Tape-Virtualisierung um andere Komponenten wie zum Beispiel Tape zu ergänzen.« Es gelte, eine Backup-Lösung entsprechend der Kundenanforderungen schrittweise zu entwickeln und dabei Festplatte, Band und Band-Virtualisierung im geeigneten Anteil gemeinsam zu planen.

Für Detlef Lieb, Senior Product and Program Marketing Manager bei Fujitsu Technology Solutions bleibt die Tape-Virtualisierung, besonders in großen IT-Umgebungen, ein sehr wichtiges Thema: »Sie bietet vor allem im Management, bei der Migration, bei der Langzeitspeicherung, beim Information-Lifecycle-Management, in punkto Energie, Sicherheit und anderen Aspekten gegenüber allen anderen realen und virtualisierten Speichermedien deutliche Vorteile.« Dazu hat er auch in einem bereits publizierten Interview Stellung bezogen.

Virtualisierte IT braucht VTLs

Nach der offiziellen Ansicht aus dem Hause Tandberg Data wird sich die Tape-Virtualisierung – auch im Zuge der Virtualisierung kompletter Infrastrukturen – weiter am Markt ausbreiten. Denn die Anforderungen an schnell verfügbare Datenkapazität wachsen stetig. VTLs der neuesten Generation seien vor allem für virtualisierte Umgebungen optimiert, denn mit ihnen werden Sicherungs- und Wiederherstellungszeiten auch in komplexen Architekturen drastisch gesenkt und ein nahezu unmittelbarer Datenzugriff ermöglicht.

»Unsere DPS1000-Serie ist in der Lage, bis zu 100 virtuelle oder physische Maschinen mit unterschiedlichen Backup-Plattformen einzubinden und für jedes System eine separate Tape-Library zu emulieren«, brüstet sich Marije Stijnen, Vice President Marketing bei Tandberg Data. »Die VTL schreibt direkt auf Band, ohne dass separate Agenten nötig sind oder zusätzliche Lizenzkosten anfallen. Die einfache Integration in bestehende Datensicherungsumgebungen mit Band machen die VTLs zu einer geeigneten Datensicherungslösung auch für kleine und mittlere Unternehmen.«

Dennoch bleiben auslagerbare, physische Kopien für die langfristige Archivierung und das Disaster-Recovery unverzichtbar. Zudem gilt das herkömmliche Magnetband als das energieeffizienteste und kostengünstigste Medium für die Datensicherung und werde sich – so Stijnen – deshalb weiter behaupten. Jedoch tragen VTLs auch zu einer effizienteren und zuverlässigeren Nutzung von Bändern bei und verringern die Ausgaben für die Medien. »Nur eine Kombination aus beidem schafft in virtuellen Umgebungen ein Höchstmaß an Datensicherheit und unterstützt die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben für die Aufbewahrung von Daten, die Regulatory-Compliance«, gibt sich Stijnen überzeugt.

Speichervirtualisierung bringt mehr Funktionen

FalconStor als Marktführer im Segment Tape-Virtualisierung misst diesem Thema natürlich eine große Bedeutung zu. Guy Berlo, der Vizepräsident für Zentraleuropa von Falconstor bekennt: »Natürlich darf man sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Weitere Features wie Deduplikation, Hochverfügbarkeit und vieles mehr sind weitere Bausteine in der Kette. Die Falconstor-Lösung ziele darauf ab, mit vielfältigen Möglichkeiten physikalische Bänder zu generieren. Damit ist eine derartige Lösung sehr gut langfristig auch in großen Unternehmen einsetzbar, auch wenn sich Bänder im Zeitalter der Deduplikation immer mehr zu einer Langzeit-Sicherungslösung verändern.


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