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[27.08.2009] (rhh)
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Mit Speicher-Virtualisierung dem ROI auf der Spur

Richtig implementiertes Speicher-Management unterstützt Geschäfts- und IT-Prozesse durch Hochverfügbarkeit, Ausfallsicherheit und die Leistungssteigerung von Anwendungen, wenn die Virtualisierungs-Software auf Storage-Servern aufsetzt und Caching nutzt. Storage- und Server-Virtualisierung ergänzen sich dabei im Geschäftsbetrieb effektiv, ohne höheren Personalaufwand zu verursachen.

Ein Beispiel für die Replikation der Daten auf Basis von Storage-Virtualisierung. Grafik: Datacore
Ein Beispiel für die Replikation der Daten auf Basis von Storage-Virtualisierung.
Grafik: Datacore
Aus den einzelnen Geschäftsprozessen in einer Organisation resultieren Vorgaben an die IT. Dabei erhöht der Aspekt der Speichervirtualisierung die Flexibilität der IT in Bezug auf ihre Datenservices. So lassen sich Anforderungen aus den Geschäftsprozessen, wie etwa die Zuweisung von Speicherkapazitäten, schneller als auf konventionellem Wege erfüllen.

»Einige Geschäftsprozesse dürfen niemals ausfallen, da dies für den Anwender mit erheblichen Kosten, Imageverlust oder sogar juristischen Konsequenzen verbunden wäre. Mit den Failover-Funktionen einer Virtualisierungslösung ersetzt man Disaster-Recovery durch Business-Continuity und vermeidet so die Unterbrechung von Geschäftsprozessen«, erklärt Christian Groll, Software Business Sales Manager bei LSI Logic. Speichervirtualisierung erlaubt es, Daten über verschiedene Schichten im laufenden Betrieb zu migrieren, und bildet damit die Grundlage für ein Information-Lifecycle-Management-Konzept, so Groll: »Daten werden auf diese Weise immer auf der Schicht vorgehalten, die sich zum jeweiligen Zeitpunkt aus dem Geschäftsprozess ergibt.«

Speicherzuteilung im laufenden Betrieb

Die Erweiterung von bestehenden Speicherzuteilungen ist beim Einsatz der Storage-Virtualisierung ein Klacks, so lautet der Originalton bei Michael Anke. Der Senior Systems Engineer bei Brocade erklärt: »Wenn eine geschäftskritische Applikation mehr Speicherplatz benötigt, ist die verfügbare Kapazität nicht auf ein einzelnes Speichersystem beschränkt, sondern kann aus einem Pool herausgenommen werden. Gegebenenfalls lässt sich der Pool auch relativ einfach erweitern.«

Somit steht für die angesprochene Applikation der Speicherplatz im Idealfall ohne Unterbrechung und somit auf dem schnellsten Wege wieder zur Verfügung. Oder der erforderliche Simultanbetrieb von einem alten und neuen Speichersystem kann verkürzt werden. »Das schlägt sich direkt in einer geringeren Leasing-Zeit des Altsystems und somit bezüglich des verringerten finanziellen Aufwands positiv nieder«, führt Anke aus.

Heterogene Speicherwelt verliert ihren Schrecken

Zusätzlich stehen viele Unternehmen immer wieder vor der Herausforderung der Datenmigration und der -spiegelung zwischen Speichersystemen verschiedener Hersteller. Dies lässt sich speziell in einer heterogenen Speicherlandschaft erst durch die Speichervirtualisierung und deren Integration der logischen Schicht effektiv bewerkstelligen.

»Eine herstellerneutrale Datenspiegelung und -migration steht ganz oben auf der Anforderungsliste der Anwender, weit vor vielen weiteren Themen aus diesem Bereich«, lautet die Erfahrung bei Anke. »Es müssen Firmen integriert, Speicherplatz erweitert oder Speichersysteme auf Grund von Alterung erneuert werden. Oftmals sind mehrere Geschäftsprozesse von einer Datenmigration betroffen. Damit der Einfluss auf diese möglichst gering bleibt, ist eine sehr sorgfältige Planung und Koordination und in den meisten Fällen eine Datenmigration am Wochenende notwendig.«

Der mögliche Verlust oder die Beschädigung der geschäftskritischen Daten schwebt dabei ganz nebenbei noch wie ein Damokles-Schwert über den Verantwortlichen. Das macht die Datenmigration nicht gerade zu den beliebtesten Aufgaben. Speichervirtualisierung kann diese Problemgebiete ansprechen und behilflich sein, auf das zunehmende Geschäftstempo und die Veränderungen zu reagieren.

Return on Investment ist gefragt

»Wie bei allen schwer einschätzbaren Werten dient zunächst eine Analyse als Grundlage und darauf folgt der Abgleich mit den vom Kunden definierten Ergebnissen«, skizziert Georgios Rimikis die Ausgangslage. Der Manager Solutions Strategy bei Hitachi Data Systems Deutschland bietet für die Ermittlung der wichtigen Werte den Kunden den Storage Economics Service an. »Dieses Schema wurde über mehrere Jahre aus empirisch ermittelten Werten gefestigt. Der Anwender erhält mit wenigen notwendigen Eckdaten sehr schnell einen ersten visualisierten Überblick auf seine Kosten sowie einen Ausblick auf seinen ROI.« Damit versetzt Hitachi Data Systems die Anwender in die Lage, eigenständig zu entscheiden, in welchem Bereich sie gezielt Veränderungen vornehmen wollen. »Auf Grund der bei vielen Kunden durchgeführten Analysen haben wir eine bis zu 40-prozentige Einsparung in der Kundenumgebung erreichen können«, vermeldet Rimikis. »Einer unserer Referenzkunden ist die HUK Coburg.«

Für Ralf Schuster, Vertriebsingenieur Storage Solutions bei Magirus, ist die Speichervirtualisierung die Schlüsseltechnologie für eine effektivere Auslastung der vorhandenen Speicherressourcen. »Durch Thin-Provisioning wird die Pre-Allocation von Speicherkapazitäten obsolet. Die Rentabilität war beispielsweise bei der Firma Uhlmann bereits mit Abschluss der Installation erreicht – über 60 Prozent der vorhandenen Speicherkapazität standen sofort für weiteres Wachstum wieder zur Verfügung.«

Damit ergibt sich ein klares Bild: Speichervirtualisierung ermöglicht den effektiven Einsatz der vorhandenen Hardware und schützt so getätigte Investitionen. »Bei Schiesser konnte die vorhandene Umgebung übernommen und so über 50 Prozent der geplanten Investitionskosten gespart werden«, gibt Schuster zu Protokoll. »Die Firma Oertlinghaus konnte auf vorhandene Speicherarrays zurückgreifen und war damit in der Lage, eine echte VMware-Hochverfügbarkeitslösung – mit Dual Path, Dual Storage – bei geringeren Kosten als das geplante Budget zu realisieren.«

Über ähnlich positive Erfahrungswerte aus konkreten Projekten berichtet Christian Marczinke, Director Consultancy Services bei DataCore Software: »Fujifilm in Großbritannien hat ein SAN auf Basis dreier ´SANmelody´-Storage-Server mit je etwa 1,75 TByte für Hochverfügbarkeit und das Disaster-Recovery implementiert. Die IT-Abteilung kalkuliert die Kosteneinsparungen durch das gesamte Virtualisierungsprojekt im Hinblick auf Personalkosten, Speichermanagement und Instandhaltung zwischen 60.000 und 90.000 Euro jährlich.«

Ein weiteres Beispiel sei der Elektrotechnikspezialist Mennekes. Er hat seine komplette SAP-Umgebung in eine virtuelle Server/Storage-Umgebung mit VMware und Datacore auf Dell-Hardware migriert. »Damit wurde nicht nur die Verfügbarkeit und Flexibilität erhöht«, so Marczinke. Der CIO von Mennekes, Jürgen Bechtel, beziffert den ROI in einer auf fünf Jahre angelegten Kalkulation auf 155 Prozent. Zwei Mitarbeiter betreuen dabei ein gespiegeltes SAN mit rund 2 mal 8 TByte Kapazität. »Die Kosten eines herkömmlichen SAN mit Spiegelung sind um ein Vielfaches höher«, rechnet Bechtel vor.

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